Blekingegade-Bande: Die Terrorzelle, die den PET revolutionierte
Eine Handvoll Dänen lebte über ein Jahrzehnt ein Doppelleben: Idealisten am Tag, Bankräuber in der Nacht. Als der PET die Blekingegade-Bande 1989 aufrollte, offenbarte sich der größte Geheimdienstfehler der dänischen Geschichte und kostete einen Polizisten das Leben.

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Quick Facts
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Blekingegade-Bande: Die Terrorzelle, die den PET revolutionierte
Eine Gruppe von Dänen mit Wurzeln in der extremen Linken führte über ein Jahrzehnt lang systematische Banküberfälle, Postamtraubzüge und Betrügereien durch, ohne entdeckt zu werden. Das Geld floss nicht in Luxus oder Flucht, sondern direkt an die PFLP (Popular Front for the Liberation of Palestine). Als der dänische Nachrichtendienst PET die Blekingegade-Bande 1989 schließlich aufrollte, war der Schaden bereits angerichtet: Ein Polizist war tot, Millionen waren in den Nahen Osten geschickt worden, und der PET stand vor dem katastrophalsten Geheimdienstversagen der dänischen Geschichte.
Das Doppelleben in der Blekingegade
Von Ende der 1960er Jahre bis 1989 führten die Mitglieder der Blekingegade-Bande scheinbar normale Leben. Sie hatten Jobs, Familien und Adressen in Kopenhagen – viele wohnten gerade in oder um die Blekingegade in Nørrebro. Doch wenn die Dunkelheit hereinbrach, verwandelten sie sich in etwas völlig anderes: disziplinierte Räuber mit militärischer Präzision.
Die Methoden der Bande waren professionell. Sie planten sorgfältig, nutzten Verkleidungen, gestohlene Autos und falsche Identitäten. Das Geld aus ihrer Kriminalität verschwand niemals in privatem Luxus. Stattdessen wurden Millionen von Kronen durch geheime Netzwerke an die PFLP geschleust, eine marxistisch-leninistische palästinensische Organisation mit Basis im Nahen Osten.
Ihre ideologische Überzeugung war das Fundament: Sie sahen sich selbst als Internationalisten im Kampf gegen Imperialismus und Zionismus.


