Ted Bundy: Wie ein Serienmörder das FBI-Profiling erschuf
Der charmante Jurastudent, der zum Albtraum wurde

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Quick Facts
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Der charmante Mörder, der nicht ins Raster passte
Ted Bundy sah nicht wie ein Mörder aus. Mit seinem Jurastudium, seinem gepflegten Äußeren und seinem natürlichen Charme widersprach er allen Vorstellungen davon, wie ein Gewaltverbrecher auszusehen hatte. Zwischen 1974 und 1978 tötete er mindestens 30 junge Frauen in sieben US-Bundesstaaten – oft, indem er sich als Verletzter oder Polizeibeamter ausgab, um das Vertrauen seiner Opfer zu gewinnen.
Bundys Opfer waren typischerweise junge, gebildete Frauen mit langen, dunklen Haaren und Mittelscheitel. Er näherte sich ihnen auf Universitätsgeländen, in Einkaufszentren und an Seen – Orte, an denen Menschen ihre Wachsamkeit auf natürliche Weise fallen lassen. Seine Methode war raffiniert: Er spielte den Hilflosen, bat um Unterstützung beim Tragen von Büchern oder einem Segelboot, und sobald das Opfer nahe genug war, schlug er zu.
Genau diese Kombination aus äußerer Normalität und innerer Monstrosität sollte die Kriminalermittlung revolutionieren. Denn wenn ein Serienmörder aussehen konnte wie jeder andere, wie sollte die Polizei solche Täter dann überhaupt fassen?
Das FBI erkennt eine neue Art von Verbrecher
Ende der 1970er Jahre befand sich das FBI in einer neuen Realität. Serienmörder waren keine isolierten Monster mehr – sie bildeten eine erkennbare Kategorie von Kriminellen, die nach bestimmten Mustern operierten. Doch der Polizei fehlten die Werkzeuge, um ihr Verhalten zu verstehen und vorherzusagen.
