bankrøveri
Raub unter Anwendung oder Androhung von Gewalt gegen Banken oder Kreditinstitute – strafbar nach nationalem Recht als qualifizierter Raub

Definition
Bankrøveri bezeichnet im deutschen Sprachraum den Bankraub, also die rechtswidrige Wegnahme von Geld, Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten aus einem Kreditinstitut unter Einsatz von Gewalt gegen Personen oder unter Androhung einer gegenwärtigen Gefahr für Leib oder Leben. Juristisch handelt es sich um eine besondere Erscheinungsform des Raubes, bei der die Bank oder Sparkasse Tatobjekt ist.
Der Tatbestand erfüllt regelmäßig die Merkmale des schweren Raubes nach dem jeweiligen nationalen Strafrecht, da häufig Waffen mitgeführt werden oder die Täter maskiert auftreten. Die Strafandrohung ist entsprechend hoch und kann je nach Schwere der Tat und nationaler Rechtsordnung mehrere Jahre Freiheitsstrafe bis hin zu lebenslanger Haft umfassen. Erschwerend wirken Faktoren wie Bewaffnung, Geiselnahme oder Körperverletzung.
In den Vereinigten Staaten ist Bankraub unter bestimmten Voraussetzungen als Bundesverbrechen definiert, wenn die betroffene Bank bundesversichert ist. Die Zuständigkeit liegt dann beim FBI, und die Strafverfolgung erfolgt nach Bundesrecht. International existiert kein eigenständiger völkerrechtlicher Straftatbestand für Bankraub; die Verfolgung erfolgt stets nach dem anwendbaren nationalen Recht des Tatortes.
In der True-Crime-Berichterstattung nehmen spektakuläre Bankraubfälle traditionell breiten Raum ein, da sie oft mit hohen Beutesummen, aufwendigen Fluchtplänen oder längeren Fahndungen verbunden sind. Historisch bekannte Fälle haben zur Mythenbildung um bestimmte Täter beigetragen und sind Gegenstand zahlreicher dokumentarischer und fiktionaler Aufarbeitungen geworden.
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