Nordic financial crime
Sammelbezeichnung für Finanzkriminalität in den nordischen Staaten; umfasst Geldwäsche, Betrug, Korruption, Marktmanipulation und Steuerdelikte im Rahmen der nordischen Justizzusammenarbeit.

Definition
Nordic financial crime ist keine eigenständige Straftatbestandsbezeichnung im internationalen oder nordischen Strafrecht, sondern eine arbeits- und praxisbezogene Sammelbezeichnung für Finanzkriminalität in oder mit Bezug zu den nordischen Ländern Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden. Der Begriff wird insbesondere im Kontext der nordischen Justizzusammenarbeit verwendet, um grenzüberschreitende Wirtschaftsdelikte zu erfassen.
Zu den typischen Deliktbereichen, die unter diesem Begriff subsumiert werden, zählen Geldwäsche, Betrug in verschiedenen Erscheinungsformen, Korruption, Marktmanipulation, Steuerdelikte und die Umgehung internationaler Sanktionen. Die Strafbarkeit dieser Handlungen ergibt sich aus den jeweiligen nationalen Strafgesetzen der nordischen Staaten sowie aus internationalen Rechtsinstrumenten wie der UN-Konvention gegen transnationale organisierte Kriminalität (UNTOC) und der UN-Konvention gegen Korruption (UNCAC).
Die nordische Zusammenarbeit im Justizbereich verfolgt ausdrücklich das Ziel, Rechtsstaatlichkeit zu wahren und Kriminalität sowie Terrorismus in der nordischen Region zu bekämpfen. Dabei werden auch die Standards der Financial Action Task Force (FATF) zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung umgesetzt.
Im True-Crime-Kontext wird der Begriff als journalistischer Oberbegriff verwendet, um reale Fälle aus den nordischen Staaten zu beschreiben, in denen finanzielle Straftaten aufgedeckt und strafrechtlich verfolgt werden. Die Bezeichnung hat damit primär eine geografische und thematische Eingrenzungsfunktion, ohne dass ihr eine spezielle supranationale Rechtsnorm zugrunde läge.
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