
Netflix enthüllt falschen Propheten Samuel Bateman
Paar infiltriert FLDS-Sekte und dokumentiert systematischen Missbrauch
Om serien
Falscher Prophet nutzt religiöse Manipulation
Die Netflix-Serie 'Trust Me: The False Prophet' präsentiert einen der erschütterndsten Fälle aus der Welt amerikanischer Sekten. Die vierteilige Dokumentation, die am 8. April 2026 Premiere feierte, erzählt die Geschichte von Samuel Bateman, der sich als Prophet und Nachfolger von Warren Jeffs ausgab, nachdem dieser inhaftiert worden war.
Bateman führte eine Splittergruppe der FLDS (Fundamentalist Church of Jesus Christ of Latter-Day Saints) in Short Creek, Utah. Mit religiöser Manipulation rechtfertigte er systematischen Missbrauch von Kindern und Frauen. Seine Methoden waren besonders brutal: Männliche Anhänger wurden angewiesen, ihre Ehefrauen und Töchter Bateman zu übergeben – angeblich auf göttlichen Befehl.
Undercover-Ermittlung deckt Verbrechen auf
Das Ehepaar Christine Marie und der Filmemacher Tolga Katas infiltrierten Batemans engsten Kreis. Unter Tarnung dokumentierten sie entscheidendes Beweismaterial, das später für Batemans Anklage und Verurteilung ausschlaggebend wurde. Ihre verdeckten Aufnahmen geben einen beunruhigenden Einblick in die Funktionsweise sektiererischer Kontrolle.
Die Dokumentation zeigt, wie gewöhnliche Menschen durch religiöse Rhetorik und sozialen Druck in Kulte geraten können. Die Arbeit von Marie und Katas ermöglicht es den Zuschauern, die Mechanismen der Manipulation aus nächster Nähe zu verstehen.
Regisseurin mit FLDS-Erfahrung
Regie führte Rachel Dretzin, die bereits mit der Dokumentation 'Keep Sweet: Pray and Obey' die FLDS-Sekte und ihre Verbindungen zu Warren Jeffs thematisiert hatte. Dretzins Expertise verleiht der Erzählung über Batemans illegale Aktivitäten besondere Tiefe und Kontext.