
Netflix enthüllt neuen Propheten der FLDS-Sekte nach Warren Jeffs
Dokumentar følger religiøs gruppe i Utah, hvor ny leder overtog magten efter Jeffs' fængsling
Quick Facts
Neue Netflix-Dokumentation über die FLDS-Sekte
Die Netflix-Dokumentation „Trust Me: The False Prophet" beleuchtet die fundamentalistische mormonische Sekte FLDS (Fundamentalist Church of Jesus Christ of Latter-Day Saints) in Short Creek, Utah, wo ein neuer Prophet nach der Inhaftierung von Warren Jeffs die Macht übernommen hat. Die Kultexpertin Christine Marie hat die zerbrochene Gemeinschaft begleitet und aufgedeckt, wie ein neuer Anführer die Tradition der Kontrolle und des Machtmissbrauchs fortsetzt.
Warren Jeffs wurde wegen sexuellen Missbrauchs minderjähriger Mädchen verurteilt, die er zur Ehe gezwungen hatte. Für diese Verbrechen wurde er inhaftiert. Aus dem Gefängnis heraus führte er die Sekte weiterhin durch Briefe und Telefonanrufe, doch die Dokumentation zeigt, wie ein neuer Prophet die tatsächliche Macht in der abgeschotteten Gemeinschaft schrittweise übernommen hat.
Eine zerrissene Gemeinschaft in der Wüste
Short Creek liegt an der Grenze zwischen Utah und Arizona und dient seit Jahrzehnten als Hauptsitz der FLDS-Bewegung. Die Gemeinschaft gründet auf dem Prinzip der „Celestial Marriage" – der Ehe mit mehreren Frauen – sowie auf strenger religiöser Kontrolle. Nach Jeffs' Inhaftierung ist die Gemeinschaft gespalten zwischen jenen, die weiterhin seinen Anweisungen aus dem Gefängnis folgen, und jenen, die den neuen Propheten anerkannt haben.
Die Dokumentation gewährt einen seltenen Einblick darin, wie religiöse Sekten ihre Mitglieder durch psychologische Manipulation, soziale Isolation und die Androhung geistlicher Verdammnis unter Kontrolle halten. Christine Marie und ihr Mann Tolga Kata zogen bewusst nach Short Creek, um die Sekte zu infiltrieren und Beweise zu sammeln. Sie befragen sowohl ehemalige Mitglieder als auch Personen, die noch immer in Short Creek leben, und zeichnen das Bild einer Gemeinschaft im Umbruch.