
Om episoden
Podcast ohne Dokumentation — Behörden stellen Fragen
Die neue Podcast-Serie „This Much is True Crime: The D4vd Case" auf Apple Podcasts präsentiert sich als eine tiefgreifende Untersuchung eines angeblichen Mordfalles gegen den Sänger D4vd (David Anthony Burke). Die Serie behauptet, Burke sei im April 2026 in Los Angeles wegen des Mordes an der 14-jährigen Celeste Rivas Hernandez verhaftet worden. Trotz der Behauptungen der Serie, sie verfüge über „schockierende Details", gelingt es den Produzenten nicht, diese Behauptungen durch Bestätigungen amerikanischer Behörden zu belegen.
Gespräche mit dem LAPD (Los Angeles Police Department), dem LA County Superior Court und anderen etablierten Quellen bestätigen nicht, dass ein Fall mit dem betreffenden Namen und den genannten Umständen existiert. Weder offizielle Polizeiberichte, noch Gerichtsdokumente oder Berichterstattung verifizierter True-Crime-Medien können belegen, dass die Verhaftung oder das Mordverfahren stattgefunden haben.
Was sagt die Überprüfung?
KrimiNyts Recherche über Perplexity ergibt, dass es Stand 9. Mai 2026 keine überprüfbare Dokumentation für „The D4vd Case" gibt. Suchanfragen in den Polizeiarchiven von Los Angeles, Gerichtsdatenbanken und etablierten True-Crime-Quellen wie Serial, Mørkeland und anderen anerkannten Podcasts liefern keine Ergebnisse. Dies wirft ernsthafte Fragen über die Glaubwürdigkeit der Serie und ihre journalistische Grundlage auf.
Das Podcast-Format hat in den vergangenen Jahren eine Explosion an True-Crime-Inhalten erlebt, doch nicht alle Inhalte werden gleich sorgfältig auf Fakten geprüft. Manche Serien vermischen Dokumentation mit Spekulation, während andere Fiktion als Wirklichkeit präsentieren. True-Crime-Podcasts sind ein Bereich, in dem Hörerinnen und Hörer besonders kritisch gegenüber Quellen sein sollten.