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Nordkoreas gefährlichste Waffe ist digital
Der BBC World Service hat mit 'The Lazarus Heist' – auch bekannt als 'Cyber Hack' – eine umfassende Podcast-Serie produziert, die eine der raffiniertesten und gefährlichsten Hackergruppen der Welt enthüllt. Die Serie zeigt, wie ein autoritärer Staat digitale Waffen zur Finanzierung seines Militärapparats einsetzt.
Die von Joe Tidy, Sarah Rainsford, Jean Lee und Geoff White moderierte Serie konzentriert sich auf die Lazarus Group – eine Cyberkriminalität-Einheit, die mutmaßlich vom nordkoreanischen Staat gesteuert wird. Laut internationalen Ermittlern hat die Gruppe eine Reihe spektakulärer digitaler Raubzüge gegen Banken, Kryptobörsen, Hollywood-Studios und andere hochwertige Ziele durchgeführt.
Milliarden-Diebstähle für das Atomprogramm
Die finanziellen Dimensionen der Aktivitäten der Lazarus Group sind atemberaubend. Die Gruppe wird beschuldigt, durch Cyberangriffe mehr als eine Milliarde Dollar erbeutet zu haben. Die jüngste Großoperation fand im Februar 2025 statt, als die Gruppe angeblich hinter einem Angriff auf die Kryptobörse ByBit steckte, bei dem 1,5 Milliarden Dollar gestohlen wurden.
Zu den bekanntesten Zielen der Gruppe gehören Sony Entertainment – dessen Hack 2014 die Hackergruppe erstmals weltweit ins Rampenlicht rückte – sowie die Bank of Bangladesh und zahlreiche Kryptowährungsbörsen. Nach Angaben der Ermittler werden die gestohlenen Gelder angeblich zur Finanzierung von Nordkoreas Atomwaffen- und Raketenprogramm verwendet.