
The Sons of Sam hinterfragt die offizielle Version
Netflix-Serie beleuchtet jahrzehntelange Ermittlungen eines Journalisten
Quick Facts
Ein klassischer Fall neu aufgerollt
Im Mai 2021 veröffentlichte Netflix die Dokumentarserie 'The Sons of Sam: A Descent Into Darkness', die einen der ikonischsten Kriminalfälle der USA neu beleuchtet. Der von Joshua Zeman inszenierte und produzierte Vierteiler dreht sich um den Serienmörder David Berkowitz – bekannt als 'Son of Sam' – und die jahrzehntelangen Ermittlungen des Journalisten Maury Terry.
David Berkowitz tötete zwischen Juli 1976 und Juli 1977 sechs Menschen in New York und verletzte 13 weitere schwer. Heute verbüßt er eine Haftstrafe von 300 Jahren. Die offizielle Geschichte endete mit Berkowitz' Verhaftung und seinem Geständnis. Doch Maury Terry war überzeugt: Der Fall war nicht gelöst.
Ein Journalist, der nicht aufgab
40 Jahre lang recherchierte Maury Terry die Frage, ob Berkowitz tatsächlich allein handelte. Seine Theorie war kontrovers: Er glaubte, dass Berkowitz mit einem satanischen Kult namens 'The Children' in Verbindung stand. Statt die offizielle Lösung zu akzeptieren, grub Terry immer tiefer – eine Arbeit, die Netflix nun anhand seines umfangreichen Fallmaterials dokumentiert.
Die Serie nutzt Archivaufnahmen aus der damaligen Zeit sowie Interviews, die Terrys Arbeit beleuchten. Paul Giamatti leiht Maury Terry seine Stimme und verleiht der Dokumentation dadurch zusätzliches erzählerisches Gewicht.
Dokumentation trifft auf Kontroverse
Ein zentraler Aspekt von 'The Sons of Sam' ist, dass die Serie nicht einfach Fakten präsentiert – sie hinterfragt, ob die etablierte Darstellung des Son-of-Sam-Falls vollständig ist. Indem sie Terrys jahrzehntelange Recherche nachvollzieht, stellt die Serie infrage, was wir über einen der am gründlichsten untersuchten Fälle der Kriminaljournalistik zu wissen glauben.