
Der deutsche Straftäter steht im Zentrum der Ermittlungen zum Verschwinden der dreijährigen Madeleine McCann
Christian Brückner ist seit 2020 Hauptverdächtiger im Fall Madeleine McCann. Die Dreijährige verschwand 2007 aus einer Ferienanlage in Portugal. Brückner hat eine lange Vorgeschichte von Sexualdelikten.
Quick Facts
Wer ist Christian Brückner?
Christian Brückner ist ein deutscher Straftäter, der seit Juni 2020 als Hauptverdächtiger im Verschwinden von Madeleine McCann gilt – einem der weltweit spektakulärsten Vermisstenfälle der jüngeren Geschichte. Die dreijährige Britin Madeleine McCann verschwand am 3. Mai 2007 aus einer Ferienanlage in Praia da Luz an der portugiesischen Algarve, während ihre Eltern in einem nahegelegenen Restaurant zu Abend aßen. Nach 13 Jahren ohne nennenswerte Fortschritte in den Ermittlungen gaben deutsche Behörden bekannt, dass Brückner der Hauptverdächtige sei – eine Ankündigung, die den Fall neu entfachte und weltweit für Schlagzeilen sorgte.
Kriminelle Vergangenheit
Brückner ist kein unbeschriebenes Blatt. Seine kriminelle Vergangenheit zeigt ein besorgniserregendes Muster von Sexualverbrechen und Übergriffen auf Kinder. Bereits in Portugal war er wegen Einbruchs, Diebstahls und Drogendelikten verurteilt worden. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er 2010 wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes unter zehn Jahren verurteilt. Diese Verurteilung erwies sich als entscheidend für die Ermittler, die sein Täterprofil mit dem Fall Madeleine McCann in Verbindung brachten.
In den Jahren vor Madeleines Verschwinden hielt sich Brückner regelmäßig in der Algarve-Region auf, wo er verschiedene Jobs ausübte – unter anderem als Gärtner und Bauarbeiter. Er bewegte sich in denselben touristischen Gebieten, in denen auch die Familie McCann ihren Urlaub verbrachte. Mehrere Zeugenaussagen deuteten darauf hin, dass eine Person, die auf Brückners Beschreibung passte, in der Nacht von Madeleines Verschwinden in Praia da Luz gesehen worden war.

