
Von der Milliardärstochter zur verurteilten Menschenhändlerin
Ghislaine Maxwell, Tochter eines britischen Medienmoguls und engste Vertraute von Jeffrey Epstein, wurde 2021 wegen Menschenhandels mit Minderjährigen und sexuellen Missbrauchs zu 20 Jahren Haft verurteilt.
Quick Facts
Frühe Jahre und privilegiertes Leben
Ghislaine Maxwell wurde am 25. Dezember 1961 in Maisons-Laffitte bei Paris als jüngste von neun Kindern des britischen Medienmoguls Robert Maxwell geboren. Sie wuchs in einer Atmosphäre von Reichtum und Privilegien auf und besuchte die renommierte University of Oxford. Nach dem mysteriösen Tod ihres Vaters 1991, der von seinem Schiff ins Meer fiel, während gegen ihn wegen massiven Pensionsfonds-Betrugs ermittelt wurde, zog Maxwell nach New York.
In den 1990er Jahren etablierte sie sich in der High Society New Yorks und pflegte Beziehungen zu einflussreichen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Unterhaltung. Ihre Kontakte und ihr gesellschaftliches Ansehen sollten später eine zentrale Rolle in ihrer kriminellen Tätigkeit spielen.
Die Beziehung zu Jeffrey Epstein
Ghislaine Maxwell lernte Jeffrey Epstein Anfang der 1990er Jahre kennen. Die beiden entwickelten eine enge persönliche und geschäftliche Beziehung. Maxwell wurde zu Epsteins wichtigster Vertrauten und fungierte als Vermittlerin, die ihm Zugang zur oberen Gesellschaftsschicht verschaffte. Ihre Rolle ging jedoch weit über gesellschaftliche Arrangements hinaus.
Laut Gerichtsunterlagen und Aussagen zahlreicher Opfer rekrutierte Maxwell aktiv minderjährige Mädchen für Epstein. Sie baute Vertrauen zu den jungen Frauen auf, indem sie sich als Mentorin oder Freundin präsentierte, nur um sie dann sexuellem Missbrauch durch Epstein und andere auszusetzen. Diese systematische Vorgehensweise machte sie zu einer Schlüsselfigur im Epstein-Skandal.


