Ein Elektriker mit dunklem Geheimnis\n\nJosef Fritzl ist ein österreichischer Elektriker, der eine der abscheulichsten Straftaten der modernen Kriminalgeschichte beging. Bereits 1967 wurde er wegen [INTERN LINK: Vergewaltigung] einer Krankenschwester unter Messereinsatz in Linz verurteilt. Doch dies war nur der Anfang einer Verbrechenskarriere, die in ihrer Grausamkeit ihresgleichen sucht.\n\n## Der Missbrauch begann früh\n\nFritzl begann seine eigene Tochter Elisabeth bereits im Alter von elf Jahren sexuell zu missbrauchen – das war 1977. Dieses Missbrauchsmuster eskalierte drastisch, als er die damals 18-jährige Elisabeth am 29. August 1984 in den Keller unter seinem Haus in Amstetten lockte und dort einsperrte.\n\n## Ein geheimes Gefängnis unter der Erde\n\nFritzl hatte unter seinem Wohnhaus ein verstecktes Kellerverlies konstruiert, das mit elektronischen Schlössern und ferngesteuerten Zugangscodes gesichert war – alles von ihm selbst installiert. Fast 24 Jahre lang besuchte er seine gefangene Tochter nahezu täglich, brachte ihr Nahrung und [INTERN LINK: vergewaltigte] sie immer wieder.\n\nDas Verlies bestand aus mehreren fensterlosen Räumen, die nur durch eine getarnte Tür zugänglich waren. Die Bedingungen waren unmenschlich: schlechte Belüftung, künstliches Licht rund um die Uhr und völlige Isolation von der Außenwelt.\n\n## Sieben Kinder ohne medizinische Hilfe\n\nWährend ihrer Gefangenschaft wurde Elisabeth siebenmal schwanger. Alle Kinder brachte sie ohne jegliche medizinische Hilfe unter den primitiven Bedingungen im Keller zur Welt. Drei der Kinder wurden als Kleinkinder aus dem Verlies geholt und im Obergeschoss des Hauses als Pflegekinder aufgezogen – angeblich hatte Elisabeth sie vor der Haustür ausgesetzt.\n\nEin Kind starb kurz nach der Geburt, vermutlich aufgrund fehlender medizinischer Versorgung. Die anderen drei Kinder wuchsen ihr gesamtes Leben lang im Kellerverlies auf, ohne jemals Tageslicht oder die Außenwelt gesehen zu haben.\n\n## Eine Lüge, die 24 Jahre hielt\n\nGegenüber der Außenwelt log Fritzl konsequent über den Verbleib seiner Tochter. Er erzählte den Behörden, Elisabeth sei weggelaufen, um sich einer religiösen Sekte anzuschließen. Er legte den Behörden sogar gefälschte Briefe vor, angeblich von Elisabeth geschrieben, in denen sie erklärte, nicht zurückkehren zu wollen.\n\nDiese Lüge funktionierte 24 Jahre lang. Fritzls Ehefrau Rosemarie lebte die ganze Zeit im selben Haus – ob sie von dem Kellerverlies wusste, wurde nie eindeutig geklärt. Sie behauptete stets, nichts gewusst zu haben.\n\n## Aufdeckung durch Krankheit\n\nDer Fall kam erst 2008 ans Licht, als Fritzls älteste Tochter mit Elisabeth, die 19-jährige Kerstin, lebensbedrohlich erkrankte. Fritzl brachte sie ins Krankenhaus nach Amstetten, wo die Ärzte aufgrund ihres Zustands und fehlender medizinischer Vorgeschichte misstrauisch wurden.\n\nDie Polizei schaltete sich ein und startete eine öffentliche Suche nach Kerstins Mutter. Der Druck wurde so groß, dass Fritzl schließlich Elisabeth aus dem Keller holte – angeblich sei sie „zurückgekehrt