Wer ist Maksim Yakubets?\n\nMaksim Viktorovich Yakubets gilt als Kopf von Evil Corp, einer der gefährlichsten und professionellsten [INTERN LINK: Cybercrime]-Organisationen weltweit. Das FBI hat auf ihn eine Belohnung von 10 Millionen US-Dollar ausgesetzt – die höchste Summe, die jemals für einen Hacker geboten wurde. Yakubets ist einer der meistgesuchten digitalen Verbrecher unserer Zeit. Seine Organisation wird für Cyberangriffe verantwortlich gemacht, die Finanzinstitute, Krankenhäuser und Regierungsbehörden auf der ganzen Welt getroffen und Milliardenschäden verursacht haben.\n\n## Die Anfänge und der Aufstieg zu Evil Corp\n\nÜber Yakubets' frühe Jahre ist öffentlich wenig bekannt. Der in Moskau geborene Hacker begann seine cyberkriminelle Karriere vermutlich in den frühen 2000er Jahren. Sein Name wurde international bekannt, als das FBI und europäische Behörden die Verbindung zwischen ihm und der Dridex-Malware aufdeckten – einem Banking-Trojaner, der ab 2011 Millionen von Dollar von Finanzinstituten stahl. Doch Yakubets war nicht nur Entwickler, sondern schnell der strategische Kopf einer wachsenden Organisation.\n\nMitte der 2010er Jahre hatte Evil Corp unter Yakubets' Führung eine beispiellose Struktur entwickelt: professionelle Abteilungen für Malware-Entwicklung, Social Engineering, [INTERN LINK: Geldwäsche] und operative Sicherheit. Die Organisation funktionierte wie ein echtes Unternehmen – mit Hierarchien, internen Regeln und sogar einer Art Kundenservice für ihre illegalen Dienste.\n\n## Evil Corp und die Dridex-Kampagnen\n\nDridex, auch als Bugat oder Cridex bekannt, war Yakubets' Meisterwerk. Die Malware war hochmodular, leicht anpassbar und äußerst schwer zu bekämpfen. Sie wurde über Phishing-E-Mails verbreitet und zielte hauptsächlich auf Bankangestellte ab. Yakubets' Innovation bestand darin, Dridex nicht einfach zu verkaufen, sondern als Service-Modell anzubieten – ähnlich wie Software-as-a-Service (SaaS). Andere Cyberkriminelle konnten Dridex mieten und gegen Provision einsetzen. Dies machte Evil Corp zum Amazon der Cyberkriminalität.\n\nDie Auswirkungen waren verheerend: Finanzinstitute in über 100 Ländern verloren Hunderte Millionen Dollar. Die USA, Großbritannien und andere Länder arbeiteten zusammen, um die Infrastruktur von Dridex zu zerschlagen – doch Yakubets blieb unerreichbar.\n\n## Von Dridex zu BitPaymer: Die Ransomware-Ära\n\nAls Strafverfolgungsbehörden Dridex immer stärker bedrängten, wechselte Yakubets' Organisation die Taktik. Sie entwickelten BitPaymer – eine spezialisierte [INTERN LINK: Ransomware], die gezielt große Organisationen angriff und enorme Lösegelder forderte. Im Gegensatz zur breiten Dridex-Strategie war BitPaymer präzise und zielgerichtet. Evil Corp führte Ransomware-Attacken auf Krankenhäuser, Stadtverwaltungen und kritische Infrastruktur durch.\n\nDie Taktiken wurden immer aggressiver: Yakubets' Team drohte, gestohlene Daten zu veröffentlichen, wenn nicht bezahlt wurde – und sie hielten ihre Drohungen. Dies war die Geburt der „Doppelerpressung