Sally Leydon: Die Podcasterin, die ihre Mutter wiederfand
Wie eine Australierin mit einem True-Crime-Podcast das Verschwinden ihrer eigenen Mutter aufklärte

Case Details
Hurtige facts
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Die Ermittlerin in eigener Sache
Sally Leydon machte aus ihrer persönlichen Tragödie eine Mission: Die australische Podcasterin und True-Crime-Ermittlerin widmete fünf Jahre ihres Lebens der Aufklärung eines der mysteriösesten Vermisstenfälle Australiens — dem Verschwinden ihrer eigenen Mutter.
Im Oktober 1997 wurde ihre Mutter Marion Barter, eine 51-jährige Lehrerin aus Queensland, als vermisst gemeldet. Marion hatte ihr Haus verkauft und eine ausgedehnte Weltreise geplant, um das Leben zu genießen. Sie befand sich mitten in einem einjährigen Abenteuer im Ausland, als sie spurlos verschwand. Der letzte bestätigte Kontakt war ein Telefonat mit Sally Ende Juli 1997.
Ein Podcast wird zur Ermittlungsakte
Statt sich von der Trauer lähmen zu lassen, machte Sally Leydon ihren Schmerz zum Antrieb ihrer Karriere. Sie entwickelte die Podcast-Serie 'The Lady Vanishes', die über einen Zeitraum von fünf Jahren zu einem massiven Erfolg wurde und über 22 Millionen Downloads verzeichnete. Durch die akribische investigative Arbeit in der Serie brachte Sally wichtige Details ans Licht, die der Fall völlig neue Perspektiven gaben.
Der Durchbruch: Eine falsche Identität
Eine entscheidende Entdeckung war, dass ihre Mutter vor der Reise ihren Namen in Florabella Natalia Marion Remakel geändert und 1997 nach Großbritannien gereist war. Dieses Detail wurde zu einem zentralen Puzzleteil im Fall.
Noch brisanter: Ein internationaler Betrüger erwies sich als in den Fall verwickelt. Ein Mann namens Ric Blum, ein Belgier, der insgesamt 14 verschiedene falsche Identitäten verwendete, hatte eine zentrale Rolle bei Marions Schicksal gespielt.


