Caylee Anthony: Vom vermissten Kind zum Freispruch
Der kontroverse Fall aus Florida, der Amerika spaltete

Quick Facts
Am 15. Juli 2008 meldete Cynthia Anthony ihre zweijährige Enkelin Caylee als vermisst – ganze 31 Tage nachdem das Kind zuletzt am 9. Juni 2008 gesehen worden war. Was folgte, war eine der umstrittensten Ermittlungen und Gerichtsverfahren in der amerikanischen Kriminalgeschichte, die in Orlando, Florida, ihren Ausgang nahm.
Die dubiose Vermisstenanzeige
Die Mutter des Kindes, Casey Marie Anthony, erzählte der Polizei zunächst eine Geschichte, die sich später als komplett erfunden herausstellte: Eine gewisse Zenaida Fernandez-Gonzalez habe ihre Tochter entführt. Diese Person existierte nicht – eine Lüge, die zum zentralen Element der späteren Mordermittlung werden sollte.
Besonders verstörend war die Tatsache, dass Casey Anthony erst nach massivem Druck ihrer Mutter überhaupt zugab, dass Caylee seit über einem Monat verschwunden war. In dieser Zeit hatte die junge Mutter ein scheinbar unbeschwertes Leben geführt, war feiern gegangen und hatte auf Social Media aktiv gepostet – während ihr Kind vermisst wurde.
Der grausame Fund im Wald
Im Dezember 2008 kam es zur schrecklichen Gewissheit: Cayleees skelettartige Überreste wurden in einem bewaldeten Gebiet weniger als 800 Meter vom Haus der Familie entfernt entdeckt. Die sterblichen Überreste waren in eine Decke mit Winnie-Puuh-Motiv eingewickelt und mit Klebeband (Duct Tape) umwickelt.


