Das Oktoberfest-Attentat 1980: 13 Tote und keine Antworten
Deutschlands schwerster Terroranschlag vor 9/11 bleibt bis heute ungeklärt

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Quick Facts
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Die Explosion am Haupteingang
Um 22:19 Uhr am 26. September 1980 riss eine gewaltige Explosion den Haupteingang des Münchner Oktoberfests auseinander. Eine selbstgebaute Rohrbombe mit 2,3 bis 3 Kilogramm Sprengstoff und Nagelpackung detonierte an der Hofbräu-Wiesn in der Himmlerstraße. 13 Menschen starben sofort oder kurz darauf, darunter der 23-jährige Gundolf Köhler aus Dörnhau in Thüringen. 211 weitere Personen wurden verletzt, 47 davon schwer. Es war der schwerste Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik bis zum 11. September 2001.
Unter den Toten waren junge Menschen wie die 17-jährige Claudia v. D., der 19-jährige Hans-Werner G. und die 18-jährige Gabriele D. — Menschen, die einen fröhlichen Abend auf dem Volksfest verbringen wollten. Die Bombe traf sie ohne Vorwarnung an einem Ort, der für Sicherheit und bayerische Lebensfreude stand. Die Wucht der Explosion war so stark, dass Körperteile über den gesamten Eingangsbereich verstreut wurden.
Der Täter und seine Verbindungen
Gundolf Köhler, geboren am 10. April 1957, arbeitete als Zimmermann und war Mitglied der rechtsextremen Wehrsportgruppe Hoffmann. Die WSG, geleitet von Karl-Heinz Hoffmann in Hof-Branitz bei Bayreuth, trainierte ihre Mitglieder im Umgang mit Waffen und Sprengstoff. Köhler hatte dort nachweislich gelernt, Bomben zu bauen — eine Fähigkeit, die er am Oktoberfest einsetzte.
Bei seiner Leiche fanden Ermittler Flugblätter der "Deutschen Aktionsgruppe" (DAG), einer rechtsextremen Organisation. Das LKA Bayern und das BKA ordneten die Tat sofort dem


