Fall Luise — Freudenberg 2023: Kindermord erschüttert Deutschland
Zwei strafunmündige Mädchen töteten ihre Mitschülerin mit 70 Messerstichen

Quick Facts
Die Tat im Waldstück von Dreislar
Am Abend des 11. März 2023 wurde die zwölfjährige Luise F. aus Freudenberg im Siegen-Wittgenstein-Kreis als vermisst gemeldet. Nur wenige Stunden später, nach intensiver Suche, entdeckten Einsatzkräfte ihre Leiche in einem Waldstück nahe der Ortschaft Dreislar. Die Obduktion offenbarte das grausame Ausmaß der Gewalt: Luise war mit über 70 Messerstichen getötet worden, hauptsächlich am Hals und Oberkörper.
Die Täterinnen waren zwei Mädchen im Alter von 12 und 13 Jahren – Mitschülerinnen und Bekannte des Opfers. Sie hatten Luise nach der Schule in das abgelegene Waldstück gelockt und dort die Tat begangen. Polizeisprecher Jürgen Fachinger bezeichnete auf einer Pressekonferenz am 11. März 2023 die Tat als eines der erschütterndsten Verbrechen, mit denen die Behörden in der Region je konfrontiert worden waren. Kurz nach dem Fund der Leiche stellten sich beide Täterinnen der Polizei.
Motiv und Hintergrund der Täterinnen
Die Ermittlungen ergaben, dass es Streitigkeiten im Freundeskreis der drei Mädchen gegeben hatte. Details zum genauen Motiv wurden von den Behörden aus Gründen des Jugendschutz nicht vollständig öffentlich gemacht. Beide Täterinnen stammten wie das Opfer aus Freudenberg und besuchten dieselbe Schule. Die Brutalität der Tat – 70 Stichverletzungen – deutete auf eine ungeplante Eskalation oder auf eine stark emotionsgeladene Handlung hin, wobei Experten die Frage stellten, wie junge Mädchen zu einer solchen Gewalttat fähig sein konnten.