Rédoine Faïd – Frankreichs spektakulärster Ausbrecher
Zwei spektakuläre Gefängnisausbrüche machten den Franzosen weltberühmt

Quick Facts
Rédoine Faïd, geboren am 10. Mai 1972, ist ein französischer Schwerkrimineller, der durch zwei spektakuläre Gefängnisausbrüche internationale Bekanntheit erlangte. Seine waghalsigen Fluchten aus Hochsicherheitsgefängnissen machten ihn zeitweise zum meistgesuchten Verbrecher Frankreichs.
Kriminelle Karriere in den 1990er Jahren
In den mittleren 1990er Jahren führte Faïd gemeinsam mit Jean-Claude Bisel eine kriminelle Bande an, die im Großraum Paris operierte. Die Gruppe spezialisierte sich auf bewaffnete Raubüberfälle, darunter Überfälle auf gepanzerte Geldtransporter, Juwelendiebstähle und Erpressung. Nach drei Jahren auf der Flucht, während derer er sich in der Schweiz und Israel aufhielt, wurde Faïd am 29. Mai 1998 festgenommen.
Er wurde zu 30 Jahren Haft verurteilt, kam jedoch nach zehn Jahren unter Bewährungsauflagen frei.
Die Sprengstoff-Flucht von 2013
Am 13. April 2013 gelang Faïd seine erste spektakuläre Flucht aus dem Sequedin-Gefängnis. Mit Hilfe von Sprengstoff sprengte er sich den Weg durch fünf Gefängnistore frei. Während der Flucht nahm er vier Gefängniswärter als Geiseln.
Die Flucht machte ihn schlagartig zum meistgesuchten Verbrecher Frankreichs. Eine intensive Fahndung führte jedoch bereits knapp zwei Monate später, am 29. Mai 2013, zu seiner erneuten Festnahme in Pontault-Combault im Département Seine-et-Marne.


