Solingen-Brandanschlag 1993: Fünf Tote bei rechtsextremem Angriff
Rechtsextremisten töteten fünf Frauen und Mädchen der türkischstämmigen Familie Genç

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Quick Facts
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Die Tat in der Grünewalder Straße
Vier junge Rechtsextremisten zündeten in der Nacht zum 29. Mai 1993 das Wohnhaus der türkischstämmigen Familie Genç in der Grünewalder Straße in Solingen an. Die Täter übergossen das Gebäude mit Benzin und setzten es in Brand. Fünf Bewohnerinnen starben in den Flammen – Frauen und Mädchen, die im Schlaf überrascht wurden und keine Chance zur Flucht hatten. Der Anschlag ereignete sich vor dem Hintergrund einer massiven fremdenfeindlichen Welle, die Deutschland nach der Wiedervereinigung erfasst hatte.
Die Täter waren junge Männer aus der rechtsextremen Szene, darunter Daniel S., die aus rassistischen Motiven handelten. Sie hatten sich in einer Gruppe radikalisiert und sahen in dem Anschlag eine politische Tat gegen Menschen mit Migrationshintergrund. Die Fremdenfeindlichkeit hatte in den frühen 1990er-Jahren in Deutschland dramatisch zugenommen, begleitet von Anschlägen in Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen und Mölln.
Die Opfer und ihre Familien
Die fünf getöteten Frauen und Mädchen gehörten zur Familie Genç, die bereits seit Jahren in Solingen lebte. Der Anschlag zerstörte nicht nur Menschenleben, sondern auch das Gefühl von Sicherheit und Zugehörigkeit vieler Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Die überlebenden Familienmitglieder mussten mit dem Verlust ihrer Angehörigen und den physischen sowie psychischen Folgen des Anschlags weiterleben.
Der Anschlag löste bundesweit Entsetzen und Trauer aus. Hunderttausende Menschen gingen auf die Straße, um gegen


