
The Girl in the Picture: Das unsichtbare Opfer
Wie Suzanne Sevakis 15 Jahre lang unter falscher Identität lebte
Quick Facts
Ein Leben in der Lüge
Wenn ein Mädchen ihr gesamtes Leben unter falscher Identität verbringt, ohne dass jemand die richtigen Fragen stellt, offenbart das die blinden Flecken einer Gesellschaft. Genau davon handelt die Netflix-Dokumentation 'The Girl in the Picture', die am 6. Juli 2022 unter der Regie von Skye Borgman veröffentlicht wurde.
Die Geschichte beginnt 1975, als die fünfjährige Suzanne Marie Sevakis vom bundesweit gesuchten Straftäter Franklin Delano Floyd entführt wird. Floyd gibt ihr einen neuen Namen – Sharon Marshall – und gibt sich unter dem Pseudonym Warren Marshall als ihr Vater aus. Was folgt, sind 15 Jahre sexuellen Missbrauchs und Manipulation, während das Mädchen heranwächst, ohne ihre wahre Identität zu kennen.
Jahrelanger Missbrauch vor aller Augen
Floyd zwingt Sevakis schließlich, ihn zu heiraten, und missbraucht sie über ein ganzes Jahrzehnt hinweg sexuell. All dies geschieht, ohne dass Behörden ausreichend auf die Warnsignale reagieren. Menschen in ihrem Umfeld hatten die Warnsignale gesehen, doch das System versagte.
Im Jahr 1990, gerade einmal 20 Jahre alt, stirbt Suzanne Sevakis bei einem verdächtigen Verkehrsunfall, der als Fahrerflucht klassifiziert wird. Die Dokumentation folgt der jahrelangen Suche des Journalisten Matt Birkbeck nach der Wahrheit. Mit Unterstützung des National Center for Missing & Exploited Children und des FBI gelang es schließlich, ihre wahre Identität aufzudecken und das volle Ausmaß ihres traumatischen Lebens ans Licht zu bringen.


