
Der Fälscher der Hitler-Tagebücher
Konrad Kujau war ein deutscher Kunstfälscher, dessen Schwindel mit gefälschten Hitler-Tagebüchern 1983 einen der größten Medienskandale der Nachkriegszeit auslöste.
Quick Facts
Wer war Konrad Kujau?
Konrad Kujau war ein deutscher Kunstfälscher und Betrüger, dessen audacious Schwindel mit angeblich authentischen Hitler-Tagebüchern 1983 einen der größten Medienskandale der deutschen Nachkriegsgeschichte auslöste. Mit einer Mischung aus handwerklichem Geschick, krimineller Energie und psychologischem Geschick gelang es dem gelernten Maler, nicht nur Sammler und Privatpersonen zu täuschen, sondern auch renommierte Historiker, Journalisten und eines der einflussreichsten Nachrichtenmagazine Deutschlands zu hinters Licht zu führen.
Der Weg zum Schwindler
Kujau wurde 1938 in Löbau, Sachsen geboren und zeigte früh handwerkliches Talent im künstlerischen Bereich. Nach einer Ausbildung zum Maler begann er in den 1960er Jahren, historische Dokumente und Kunstwerke zu fälschen. Seine Karriere als Fälscher war zunächst auf regionaler Ebene erfolgreich – er verkaufte gefälschte Malereien, Zeichnungen und Unterschriften von bekannten Künstlern und historischen Persönlichkeiten an ahnungslose Käufer.
Kujaus kriminelle Aktivitäten blieben lange Zeit unter dem Radar der Behörden. Der Grund lag darin, dass viele seiner Opfer sich schämten, betrogen worden zu sein, oder gar nicht erkannten, dass sie Fälschungen gekauft hatten. Diese Situation ermöglichte es Kujau, sein Handwerk zu perfektionieren und seine Ambition zu steigern.


