Bestikkelse
Die rechtswidrige Gewährung oder Annahme von Vorteilen zur Beeinflussung von Entscheidungen im öffentlichen oder privaten Sektor. Im dänischen Strafrecht wird zwischen aktiver Bestechung (Geben) und passiver Bestechung (Annehmen) unterschieden.

Definition
Bestechung bezeichnet im dänischen Strafrecht die strafbare Handlung, bei der eine Person einem Amtsträger oder einer anderen entscheidungsbefugten Person einen unrechtmäßigen Vorteil gewährt, anbietet oder verspricht, um eine Entscheidung zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Die Strafbarkeit erfasst sowohl die aktive Seite (denjenigen, der den Vorteil gewährt) als auch die passive Seite (denjenigen, der den Vorteil annimmt oder fordert).
Bei der aktiven Bestechung macht sich strafbar, wer einem Amtsträger oder einer Person in öffentlicher Funktion einen unrechtmäßigen Vorteil gibt, verspricht oder anbietet, damit dieser seine Amtspflichten verletzt oder eine pflichtwidrige Handlung vornimmt. Der Vorteil kann materieller Natur sein (Geld, Geschenke, Sachleistungen) oder immaterieller Art (Gefälligkeiten, Vergünstigungen). Entscheidend ist, dass die Zuwendung in einem kausalen Zusammenhang mit einer konkreten Amtshandlung oder Unterlassung steht.
Die passive Bestechung erfasst Amtsträger und Personen in öffentlicher Funktion, die einen unrechtmäßigen Vorteil fordern, sich versprechen lassen oder annehmen. Der Straftatbestand ist bereits erfüllt, wenn der Vorteil gefordert oder angenommen wird – eine tatsächliche Pflichtverletzung muss nicht eingetreten sein. Die Strafbarkeit soll die Integrität und Unabhängigkeit öffentlicher Entscheidungsträger schützen.
Im dänischen Strafrecht findet sich die zentrale Bestimmung zur Bestechung im öffentlichen Sektor in Paragraph 144 der Straffeloven. Dieser erfasst sowohl die Bestechung von Beamten und Amtsträgern als auch von Personen, die öffentliche Aufgaben wahrnehmen. In True-Crime-Kontexten tritt Bestechung häufig in Verbindung mit Korruptionsfällen auf, bei denen Entscheidungsträger ihre Position zum persönlichen Vorteil missbrauchen und das Vertrauen in staatliche Institutionen untergraben.
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