
Doppelmord an Eltern durch Kriegsveteran in Ostjütland
Söhne tötete beide Elternteile und fuhr sieben Tage mit den Leichen umher
Quick Facts
Schockierender Familienmord erschütterte Dänemark
Der Fall Søren Kragh gilt als einer der schockierendsten Familienmorde in der dänischen Kriminalgeschichte. Im Jahr 2016 tötete der Kriegssoldat beide Elternteile in Ostjütland und verstaute ihre Leichen im Kofferraum seines Fahrzeugs. Was folgte, wirkt wie aus einem Albtraum: Sieben Tage lang fuhr Kragh mit den Leichen seiner ermordeten Eltern durch Dänemark, bis eine routinemäßige Verkehrskontrolle den grausamen Doppelmord aufdeckte.
Die Polizei stieß bei der Kontrolle auf die Leichen und nahm Kragh umgehend fest. Der Fall schlug in Dänemark hohe Wellen und warf zahlreiche Fragen auf: Wie konnte es zu einer solchen Tat kommen? Was trieb einen Sohn dazu, beide Elternteile zu ermorden? Und wie war es möglich, dass er tagelang unentdeckt mit den Leichen unterwegs war?
Neues Buch rekonstruiert die Tragödie
Fast ein Jahrzehnt nach der Tat haben die Autoren Miki Mistrati und Robert Zola Christensen den Fall umfassend aufgearbeitet. Ihr Buch "Mord i familien: dobbeltdrab på mor og far" (Mord in der Familie: Doppelmord an Mutter und Vater) erschien im September 2024 beim dänischen Kriminalforlaget.
Die Autoren nähern sich dem Fall wie einer dokumentarischen Rekonstruktion und beleuchten sowohl die Ermittlungsarbeit als auch die psychologischen und sozialen Hintergründe, die zu dieser Familiertragödie führten. Das Werk verspricht eine tiefgehende Analyse eines der dunkelsten Kapitel dänischer Kriminalgeschichte.


