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Die tödlichen Schüsse am Valentinstag
In den frühen Morgenstunden des 14. Februar 2013 fielen vier Schüsse in einem luxuriösen Anwesen in Pretoria, Südafrika. Hinter der verschlossenen Tür eines Badezimmers starb die 29-jährige Reeva Steenkamp, Model und Jurastudentin, durch Kugeln aus der Waffe ihres eigenen Freundes.
Der Schütze war niemand Geringeres als Oscar Pistorius – der weltberühmte Paralympics-Sprinter, der als "Blade Runner" wegen seiner charakteristischen Beinprothesen bekannt wurde. Der Sportler, der Geschichte schrieb, als er bei den Olympischen Spielen gegen nichtbehinderte Athleten antrat, hatte seine Freundin von nur drei Monaten getötet.
Die Version des Täters
Pistorius' Darstellung der Ereignisse klang von Anfang an bizarr: Er behauptete, gegen 3:18 Uhr nachts gehört zu haben, wie jemand im Badezimmer war. In der Annahme, es handle sich um einen Einbrecher, habe er seine lizenzierte 9mm-Pistole genommen und viermal durch die verschlossene Badezimmertür geschossen – ohne zu wissen, dass sich Steenkamp dahinter befand.
Drei der vier Kugeln trafen die junge Frau: eine in die rechte Hüfte, eine in den rechten Arm und eine tödlich in den Kopf. Nach Aussage des Hausverwalters rief Pistorius kurz darauf an und sagte: "Ich habe Reeva erschossen, ich dachte, sie wäre ein Einbrecher."



