
Faking Hitler: RTL+ zeigt den Hitler-Tagebücher-Skandal von 1983
Die Serie rekonstruiert den größten Medienbetrug der Nachkriegszeit
Quick Facts
Die gefälschten Hitler-Tagebücher: Der Skandal von 1983
Im April 1983 verkündete das Stern-Magazin eine Weltsensation: Man habe die privaten Tagebücher Adolf Hitlers entdeckt, über 60 Bände, die der Diktator zwischen 1932 und 1945 verfasst haben sollte. Die vermeintlichen Aufzeichnungen stammten angeblich aus einem Flugzeugabsturz nahe Dresden 1945. Der Stern zahlte 9,3 Millionen DM für die Dokumente und verkaufte Exklusivrechte an Newsweek und die Sunday Times. Doch bereits drei Wochen nach der Veröffentlichung am 25. Mai 1983 brach die Wahrheit hervor: Die Tagebücher waren Fälschungen – gefertigt vom Stuttgarter Kunstfälscher Konrad Kujau.
Die RTL+-Serie "Faking Hitler" mit Moritz Bleibtreu als Stern-Reporter Gerd Heidemann und August Diehl als Konrad Kujau rekonstruiert diesen Medienbetrug, der als größter der deutschen Nachkriegsgeschichte gilt. Die sechs Episoden, die seit dem 17. Oktober 2024 auf RTL+ verfügbar sind, basieren auf dem Buch "Die gefälschten Hitler-Tagebücher" von Robert Harris und den Gerichtsakten des Hamburger Prozesses von 1985.
Konrad Kujau: Der Meisterfälscher aus Stuttgart
Konrad Fischer, der sich Kujau nannte, wurde am 27. Juni 1938 in Stuttgart geboren und entwickelte sich zu einem geschickten Kunstfälscher. In seinem Atelier in der Stuttgarter Reinsburgstraße fertigte er zwischen 1980 und 1983 über 60 Tagebuchbände an, die er dem Stern-Reporter Gerd Heidemann für insgesamt 9,3 Millionen DM verkaufte. Kujau verwendete alte Hefte, alterte sie künstlich und imitierte Hitlers Handschrift. Seine erste Lieferung im April 1982 umfasste 16 Bände für 2,5 Millionen DM.