
The Jinx: Die Doku-Serie, die einen Mörder überführte
Wie eine HBO-Dokumentation zur Verurteilung von Robert Durst führte
Quick Facts
Eine Dokumentation mit weitreichenden Folgen
Im Februar 2015 strahlte HBO die sechsteilige Dokumentarserie 'The Jinx: The Life and Deaths of Robert Durst' aus. Unter der Regie von Andrew Jarecki und produziert gemeinsam mit Marc Smerling entstand eine der folgenreichsten True-Crime-Dokumentationen aller Zeiten – eine Serie, die nicht nur Zuschauer fesselte, sondern letztendlich zur Verhaftung und Verurteilung ihres Protagonisten führte.
Der Fall Robert Durst
Robert Durst stammte aus einer der reichsten Immobiliendynastien New Yorks. Die Serie beleuchtet seinen Zusammenhang mit drei ungeklärten Todesfällen, die sich über fast zwei Jahrzehnte erstreckten. Der erste Fall betrifft das spurlose Verschwinden seiner Ehefrau Kathie im Jahr 1982 – ein Cold Case, der nie aufgeklärt wurde.
Der zweite Fall dreht sich um die hinrichtungsartige Ermordung der Schriftstellerin Susan Berman im Jahr 2000. Berman war eine enge Freundin von Durst und wurde in ihrem Haus in Los Angeles erschossen aufgefunden. Der dritte Fall behandelt den Tod und die anschließende Zerstückelung seines Nachbarn Morris Black in Galveston, Texas, im Jahr 2001.
Fast ein Jahrzehnt Recherche
Regisseur Andrew Jarecki hatte sich bereits 2010 mit dem Fall beschäftigt, als er das Filmdrama 'All Good Things' mit Ryan Gosling in der Hauptrolle drehte. Für die Dokumentarserie führte das Filmteam dann nahezu zehn Jahre lang intensive Recherchen durch, die in ausführlichen Interviews mit Robert Durst selbst gipfelten.
Durst willigte ein, vor der Kamera über sein Leben und die Vorwürfe zu sprechen – eine Entscheidung, die sich als verhängnisvoll erweisen sollte.


