In den folgenden Jahren wurde der Fall intensiv von der Polizei untersucht. Martha war etwa 25 bis 30 Mal mit einem sogenannten "6-Eisen"-Golfschläger geschlagen worden, der zerbrochen in der Nähe gefunden wurde. Eine andere Theorie deutete auf ihren früheren Freund Tommy Cole hin, doch auch er wurde später als Verdächtiger ausgeschlossen.
Der Grund, warum der Fall nicht früher gelöst wurde, lag im Fehlen direkter physischer Beweise und der Tatsache, dass das Gebiet bei der Polizei bekannt war. Mehrere Personen hätten Zugang zum Tatort gehabt, und die Zeugenaussagen waren nach so vielen Jahren unsicher.
Der Durchbruch im Jahr 2002
1997 erlebte der Fall durch neue mediale Aufmerksamkeit einen Durchbruch, insbesondere durch eine True Crime-Dokumentation. Nun wurde bekannt gegeben, dass Michael Skakel, der inzwischen volljährig geworden war, vor Gericht gestellt werden sollte. Die Staatsanwaltschaft führte an, dass Skakel gegenüber Freunden gestanden hatte, am Tatort gewesen zu sein und Spuren von sich beseitigt zu haben.
Michael Skakel wurde im Prozess von 2002 des Mordes angeklagt und zu 25 Jahren Haft verurteilt. Der Fall wurde wichtig für das amerikanische Rechtssystem, da er zeigte, wie alte Verbrechen durch erneuten juristischen Fokus und scheinbar neue Zeugen oder Beweisführung wieder aufgenommen und gelöst werden konnten.
Skakel hat über die Jahre seine Schuld bestritten, und sein juristischer Kampf war langwierig. Seine Verteidigung argumentierte mit unzureichenden Beweisen, doch die Gerichte hielten an dem Urteil fest, basierend auf seinen angeblichen Geständnissen gegenüber Freunden.
Nachwirkungen und juristischer Kampf
Selbst nach der Verurteilung hat der Fall weiterhin die Öffentlichkeit beschäftigt. Skakel versuchte durch mehrere Instanzen, eine Freilassung und Neuverhandlung des Falls zu erreichen. 2013 wurde er kurzfristig gegen Kaution freigelassen, aber kurz darauf wieder inhaftiert.
Der Fall Martha Moxley wurde zum Symbol dafür, wie wohlhabende Familien oft Zugang zu juristischen Ressourcen hatten und Ermittlungen verzögern konnten. Der Fall gehörte auch zu einer größeren Bewegung in den USA zur Wiederaufnahme von Cold Cases, insbesondere aus den 1970er und 1980er Jahren.
Der Mord an Martha Moxley erinnert uns daran, dass selbst nach Jahrzehnten ohne Antworten Gerechtigkeit noch erreicht werden kann – durch die Beharrlichkeit der Strafverfolgungsbehörden und das anhaltende Interesse der Öffentlichkeit.