Marianne Bachmeier: Mutter erschoss Mörder ihrer Tochter im Gericht
Die Rache einer verzweifelten Mutter

Quick Facts
Hintergrund
Marianne Bachmeier war eine 31-jährige alleinerziehende Mutter aus Lübeck in Westdeutschland. Am 5. Mai 1980 wurde ihre siebenjährige Tochter Anna Bachmeier vom 35-jährigen Klaus Grabowski vergewaltigt und ermordet. Grabowski war ein vorbestrafter Sexualstraftäter, der in derselben Gegend wohnte. Er hatte das kleine Mädchen in sein Zuhause gelockt, wo er die schreckliche Tat beging und sie anschließend erdrosselte. Die Leiche versteckte er in einer Kiste auf seinem Dachboden.
Grabowski wurde kurz darauf festgenommen und gestand den Mord. Während der Ermittlungen stellte sich heraus, dass er bereits eine Haftstrafe wegen sexuellen Missbrauchs von zwei Mädchen verbüßt hatte. Nach seiner Entlassung hatte er versucht, sich kastrieren zu lassen, um seine sexuellen Impulse zu kontrollieren, sich aber später einer Hormonbehandlung unterzogen, um seine Potenz wiederzuerlangen.
Die Schüsse im Gerichtssaal
Am 6. März 1981, am dritten Verhandlungstag des Prozesses gegen Grabowski, schmuggelte Marianne Bachmeier eine Beretta-Pistole im Kaliber 7,65 mm in den Gerichtssaal des Landgerichts Lübeck. Die Waffe hatte sie in ihrer Handtasche versteckt. Als die Verhandlung lief, erhob sie sich plötzlich, zog die Waffe und feuerte acht Schüsse auf Grabowski ab. Sieben Kugeln trafen ihn – sechs in den Rücken und eine in den Nacken. Er starb auf der Stelle.