Missbrauchsfall Staufen: Mutter vermietete Sohn an Pädophile
Wie ein Paar im Breisgau einen Jungen jahrelang systematisch missbrauchte

Sagsdetaljer
Quick Facts
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Überblick über den Fall
Der Missbrauchsfall Staufen bezeichnet einen der erschütterndsten Fälle von Kindesmissbrauch in der deutschen Kriminalgeschichte. Im September 2017 wurde in der beschaulichen Kleinstadt Staufen im Breisgau in Baden-Württemberg ein systematisches Verbrechen aufgedeckt: Eine Mutter, Berrin T., und ihr damaliger Lebensgefährte Christian L. hatten über Jahre hinweg den Sohn der Frau schwer missbraucht und ihn an pädophile Männer vermietet, die sie über Foren im Darknet kennengelernt hatten.
Der Junge, der während der Missbrauchszeit zwischen 7 und 9 Jahre alt war, wurde wiederholt von mehreren erwachsenen Männern in der Familienwohnung und an anderen Orten vergewaltigt. Der Fall erregte in Deutschland enormes Aufsehen, nicht nur wegen der Schwere der Verbrechen, sondern vor allem wegen der aktiven Beteiligung der leiblichen Mutter an den Taten.
Entdeckung und Festnahme
Die Ermittlungen begannen im September 2017, als die schweizerische Bundespolizei die deutschen Behörden kontaktierte. Die Schweizer Ermittler hatten Christian L. als Nutzer von Kinderpornografie im Internet identifiziert. Die deutschen Behörden reagierten umgehend: Sie durchsuchten die Wohnung des Paares in Staufen und nahmen sowohl die Mutter als auch den Stiefvater fest.
Was die Ermittler bei der anschließenden Untersuchung entdeckten, übertraf ihre schlimmsten Befürchtungen. Durch digitale Beweise konnten sie dokumentieren, dass der Junge von mehreren Männern missbraucht worden war, die Christian L. über Chat-Foren im Darknet rekrutiert hatte. Einige der Übergriffe waren gefilmt worden, das Material wurde online verbreitet.


