Peggy Knobloch: 15 Jahre verschwunden im Thüringer Wald
Der Fall des 9-jährigen Mädchens aus Bayern bewegt Deutschland seit 2001

Sagsdetaljer
Quick Facts
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Das Verschwinden
Am 7. Mai 2001 gegen 12 Uhr mittags verließ Peggy Knobloch ihre Schule in der kleinen bayerischen Stadt Lichtenberg. Die 9-Jährige sollte nur wenige hundert Meter nach Hause laufen, kam dort aber nie an. Peggy lebte mit einer leichten Behinderung und hatte ein geistiges Entwicklungsalter von etwa 5 bis 6 Jahren, was sie besonders schutzbedürftig machte.
Als Peggy nicht nach Hause kam, startete die Polizei umgehend eine massive Suchaktion in der Umgebung von Lichtenberg und im angrenzenden Thüringer Wald. Hunderte Freiwillige beteiligten sich an der Suche, doch es wurde keine Spur von dem kleinen Mädchen gefunden. Der Fall erschütterte die kleine Gemeinde und erregte in ganz Deutschland große mediale Aufmerksamkeit.
Der Vermisstenfall entwickelte sich schnell zu einem der bekanntesten in Bayern und warf Fragen zur Sicherheit von Kindern auf.
Jahre ohne Antworten
In den folgenden 15 Jahren blieb Peggys Schicksal ein Rätsel. Die Polizei verfolgte zahlreiche Spuren und befragte Hunderte von Personen, ohne der Lösung näherzukommen. Der Fall wurde zu einem der bekanntesten Vermisstenfälle Deutschlands, und Peggys Eltern kämpften darum, die Öffentlichkeit wachzuhalten.
Über die Jahre wurden mehrere Verdächtige überprüft, darunter Anwohner und Personen mit krimineller Vergangenheit in der Region. Ein ortsansässiger Mann, Manuel S., geriet in den Fokus der Ermittler, doch die Beweislage reichte nicht für eine Anklage aus.
Die Ermittlungen gestalteten sich schwierig, da es keinerlei konkrete Hinweise auf den Verbleib des Mädchens gab. Die Polizei arbeitete mit verschiedenen Theorien, von einer spontanen Entführung bis hin zu einem Verbrechen durch eine bekannte Person.


