Der Fall Peggy — 15 Jahre bis zur Wahrheit
Wie DNA-Revolution den Cold Case um Peggy Knobloch löste

Sagsdetaljer
Quick Facts
Klassifikation:
Quick Facts
Am 7. Mai 2001 verschwand die neunjährige Peggy Knobloch auf dem Heimweg von der Schule im oberfränkischen Lichtenberg spurlos. 25 Jahre später erinnert sich eine ganze Region an den Fall, der Deutschland bewegte und die forensische DNA-Analyse revolutionierte.
Das Verschwinden am Henri-Marteau-Platz
Peggy Knobloch wurde zuletzt am Henri-Marteau-Platz in Lichtenberg, Landkreis Hof, gesehen. Die Grundschülerin trat an jenem Maitag ihren gewohnten Heimweg an, kam aber nie zu Hause an. Sofort leitete die Polizei eine Großfahndung ein. Hunderte Helfer durchkämmten die Umgebung, Hubschrauber kreisten über den dichten Wäldern Oberfrankens. Doch von Peggy fehlte jede Spur.
Die kleine Gemeinde Lichtenberg stand unter Schock. Eltern begleiteten ihre Kinder fortan zur Schule, Nachbarn beäugten sich gegenseitig mit Misstrauen. Der Cold Case entwickelte sich zu einem der bekanntesten ungeklärten Vermisstenfälle Bayerns.
15 Jahre Ungewissheit und ein tragischer Fund
Im Jahr 2016, fünfzehn Jahre nach Peggys Verschwinden, machte ein Pilzsammler eine grauenvolle Entdeckung. In einem Waldstück bei Rodacherbrunn im thüringischen Saale-Orla-Kreis stieß er auf menschliche Überreste. Die Knochen lagen weitab von Peggys Heimatort, jenseits der bayerisch-thüringischen Landesgrenze.


