Peggy Knobloch: 27 Jahre bis zur Wahrheit
Der Fall des verschwundenen Mädchens aus Bayern

Sagsdetaljer
Quick Facts
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Das spurlose Verschwinden
Am 31. Juli 1996 verschwand die neunjährige Peggy Knobloch aus der kleinen oberfränkischen Gemeinde Lichtenberg bei Hof spurlos. Das Mädchen war zum Spielen nach draußen gegangen – wie an jedem anderen Tag auch – doch diesmal kam sie nicht nach Hause zurück.
Ihre Eltern meldeten Peggy noch am selben Abend als vermisst. Die Polizei leitete umgehend eine großangelegte Suchaktion ein. Beamte durchkämmten systematisch die Umgebung, Spürhunde wurden eingesetzt, und die Öffentlichkeit wurde über die Medien um Mithilfe gebeten. Trotz aller Bemühungen fand sich keine Spur von dem Kind – kein Kleidungsstück, kein Hinweis, nichts, was erklären konnte, was mit Peggy geschehen war.
Die Jahre vergingen ohne Durchbruch. Der Fall wurde zum Cold Case. Peggy Knobloch wurde zu einem der am längsten vermissten Kinder Deutschlands – ein Gesicht auf vergilbten Vermisstenplakaten, das mit jedem Jahr älter hätte werden sollen.
Carsten Ansorge und die ersten Verdachtsmomente
Carsten Ansorge war in der Region um Lichtenberg kein Unbekannter. Er hatte bereits in anderen Zusammenhängen mit der Polizei zu tun gehabt und durch seine berufliche Tätigkeit Kontakt zu Kindern. Die Ermittler hatten ihn früh im Zusammenhang mit Peggys Verschwinden im Visier, doch ohne konkrete Beweise oder Zeugenaussagen reichte es nicht für eine Anklage.
Obwohl Ansorge zeitweise unter Verdacht stand, wurde er nie offiziell angeklagt oder verurteilt. Fast drei Jahrzehnte lang lebte er als unbestätigter – und unbestrafter – Verdächtiger in der Region.


