Los Angeles Innocence Project scheitert vor Gericht
Das Los Angeles Innocence Project – eine Rechtsorganisation, die sich für die Freilassung unschuldig Verurteilter einsetzt – reichte beim kalifornischen Berufungsgericht einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens ein. Die Organisation behauptete, über neue Beweise zu verfügen, die die Rechtmäßigkeit des Urteils infrage stellen könnten.
Im August 2025 lehnte ein kalifornischer Richter jedoch Petersons Versuch ab, diese neuen Beweise vor Gericht zu präsentieren. Die Ablehnung bedeutet, dass aufgrund der vom Innocence Project vorgelegten Beweise kein neues Verfahren eröffnet werden kann.
Welche konkreten Gründe das Innocence Project für die Wiederaufnahme des Verfahrens anführte und um welche neuen Beweise es sich handelt, wurde in den verfügbaren Quellen nicht näher spezifiziert. Die Details der neuen Dokumentation wurden nicht öffentlich gemacht.
Jahrelange juristische Auseinandersetzungen
Der Fall ist seit Jahren von juristischen Problemen geprägt. Peterson wurde ursprünglich zum Tode verurteilt, doch nach jahrelangen Berufungsverfahren und Gerichtsentscheidungen wurde die Strafe in lebenslange Haft ohne Bewährung umgewandelt. Dass das Innocence Project nun eine vollständige Wiederaufnahme des Verfahrens anstrebt, unterstreicht, dass weiterhin juristische Unsicherheit um das Urteil besteht.
Peterson sitzt derzeit ohne jede Aussicht auf Freilassung im Gefängnis – es sei denn, ein Berufungsgericht nimmt den Fall erneut auf und findet Gründe, das Urteil aufzuheben. Mit der aktuellen Entscheidung vom August 2025 hat sich diese Hoffnung vorerst zerschlagen.
Hintergrund: Der Fall Laci Peterson
Der Mordfall an Laci Peterson erregte 2002 und 2003 landesweit Aufsehen in den USA. Die hochschwangere Frau verschwand spurlos an Heiligabend, während ihr Ehemann Scott angab, zum Angeln gefahren zu sein. Die Suche nach der vermissten Frau zog sich über Monate hin und mobilisierte die Öffentlichkeit.
Als die Leichen von Laci und ihrem ungeborenen Sohn im April 2003 an der Küste der San Francisco Bay angeschwemmt wurden, geriet Scott Peterson schnell ins Visier der Ermittler. Während der Ermittlungen kam heraus, dass er eine Affäre hatte und seiner Geliebten gegenüber behauptet hatte, seine Frau sei tot – noch bevor Laci offiziell vermisst wurde.
Der Prozess gegen Scott Peterson wurde zu einem der medial am intensivsten verfolgten Kriminalfälle der 2000er Jahre in den Vereinigten Staaten.