Sechsjähriger verschwindet nach Suizid seiner Mutter
Amy Fry-Pitzen holte ihren Sohn 2011 von der Schule ab – drei Tage später war sie tot, der Junge verschwunden

Sagsdetaljer
Quick Facts
Quick Facts
Ein normaler Schultag endet mit einem Verschwinden
Am Morgen des 11. Mai 2011 erschien Amy Fry-Pitzen in der Greenman Elementary School in Aurora, Illinois, und holte ihren sechsjährigen Sohn Timmothy James Pitzen aus dem Unterricht ab. Gegenüber dem Schulpersonal erklärte die 43-Jährige, es gebe einen familiären Notfall. Niemand ahnte, dass dies das letzte Mal sein würde, dass jemand den Jungen wiedersehen sollte.
Was folgte, waren drei Tage, die bis heute mehr Fragen aufwerfen als Antworten liefern. Mutter und Sohn unternahmen gemeinsam eine Rundreise durch Illinois und Wisconsin, besuchten Freizeitparks und Wasserparks – Orte, an denen Kinder glücklich sind. Überwachungskameras und Zeugen dokumentierten ihre Anwesenheit an verschiedenen Orten.
Letzte Spur im Wasserpark-Resort
Die letzte bestätigte Sichtung von Amy und Timmothy stammt vom 13. Mai 2011. Beide wurden im Kalahari Resort in Wisconsin Dells gesehen, einem großen Wasserpark-Hotel etwa 300 Kilometer nördlich von Aurora. Was in den folgenden Stunden geschah, ist bis heute unklar.
Einen Tag später, am 14. Mai 2011, wurde Amy Fry-Pitzen leblos in einem Hotelzimmer in Rockford, Illinois, aufgefunden. Die Frau hatte sich das Leben genommen. Von ihrem Sohn Timmothy fehlte jede Spur.
Vermisste Kinder
Der rätselhafte Abschiedsbrief
Am Fundort hinterließ Amy einen Abschiedsbrief, der die Ermittler bis heute beschäftigt. Darin schrieb sie, dass Timmothy in Sicherheit sei, aber dass niemand ihn jemals finden werde. Diese Formulierung ließ verschiedene Interpretationen zu: Hatte sie ihren Sohn jemandem anvertraut? Lebte er überhaupt noch?


