
Der Schlächter von Hannover
Fritz Haarmann war ein deutscher Serienmörder, der zwischen 1918 und 1924 mindestens 24 junge Männer in Hannover tötete und als einer der berüchtigtsten Kriminellen der Weimarer Republik in die Geschichte einging.
Quick Facts
Frühe Jahre und kriminelle Laufbahn
Fritz Heinrich Karl Haarmann wurde am 25. Oktober 1879 in Hannover geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Seine Kindheit war von Konflikten mit dem Vater und psychischen Auffälligkeiten geprägt. Bereits in jungen Jahren fiel er durch kriminelles Verhalten auf und wurde mehrfach wegen Diebstahls und Betrugs verurteilt. Nach gescheiterten Versuchen, sich beruflich zu etablieren, glitt Haarmann immer tiefer in die Kriminalität ab.
Während des Ersten Weltkriegs diente er kurzzeitig beim Militär, wurde jedoch aufgrund gesundheitlicher Probleme entlassen. In den chaotischen Jahren der Weimarer Republik nach Kriegsende etablierte sich Haarmann in Hannovers Unterwelt als Schwarzmarkthändler und Polizeispitzel. Diese doppelte Rolle verschaffte ihm Zugang zu gefährdeten jungen Menschen und gleichzeitig einen gewissen Schutz vor Strafverfolgung.


