Geständnis vor Gericht
Der 36-jährige Norweger Dag-Ørjan Slåen wurde in Dänemark zu 13 Jahren Haft verurteilt. Vor Gericht gestand er, aus seiner Heimatstadt Oslo nach Dänemark gereist zu sein, um dort gegen Bezahlung zwei Menschen zu töten. Die beiden Auftragsmord-Versuche sollten ihm mehr als 600.000 schwedische Kronen einbringen – umgerechnet über 50.000 Euro.
Die Urteilsverkündung erfolgte im Februar 2026 vor einem dänischen Gericht. Slåen hatte die Vorwürfe nicht bestritten und räumte ein, als Auftragskiller nach Dänemark gekommen zu sein.
Verbindungen zum Bandenmilieu
Laut Gerichtsakten standen beide anvisierten Opfer in Verbindung mit dem dänischen Bandenkriminalität. Die geplanten Tötungen richteten sich gezielt gegen Personen aus diesem Milieu. Details zu den konkreten Umständen der versuchten Taten am 22. September 2025 in Kopenhagen wurden im Prozess behandelt.
Die Tatsache, dass ein ausländischer Täter eigens für diese Verbrechen ins Land geholt wurde, deutet auf eine professionelle Organisation der Auftraggeber hin.
Auftraggeber bleiben unbekannt
In seiner Aussage vor Gericht erklärte Slåen, dass er die Identität der Person oder Personen nicht kenne, die ihn für die Taten angeheuert hätten. Diese Aussage lässt zentrale Fragen zur Hintergründen und zur Organisation hinter dem Mordplan offen.
Die Ermittlungsbehörden stehen damit vor der Herausforderung, die wahren Drahtzieher zu identifizieren. Wer die hohe Summe für die Auftragsmorde zahlte und aus welchem konkreten Grund die beiden Zielpersonen getötet werden sollten, bleibt vorerst ungeklärt.
Grenzüberschreitende organisierte Kriminalität
Der Fall zeigt das internationale Ausmaß organisierter Kriminalität in Nordeuropa. Dass ein Norweger über die Grenze nach Dänemark geholt wurde, um dort gezielte Tötungen im Bandenmilieu durchzuführen, weist auf professionelle kriminelle Strukturen hin.
Solche grenzüberschreitenden Auftragsmorde sind kennzeichnend für die zunehmende Vernetzung krimineller Organisationen in Skandinavien. Die hohe Geldsumme und die internationale Rekrutierung unterstreichen die Professionalisierung dieser Form der Schwerkriminalität.



